Zürich - Das Schauspielhaus Zürich schließt die Spielzeit 2003/04 mit einem Überschuss in der Jahresrechnung ab. Das Plus beträgt 122.526 Franken (ca. 79.000 Euro). Ende Jänner muss die Nachfolge für den zurücktretenden Verwaltungsrat Bruno Franzen geregelt werden.

Die vierte Saison der Intendanz von Christoph Marthaler habe auch in finanzieller Hinsicht einen erfolgreichen Abschluss finden können, teilte das Schauspielhaus am Donnerstag mit. Begründet wird dies einerseits mit den eigenen Sparbemühungen und andrerseits mit großzügigen Zuwendungen von Partnern, Sponsoren und Gönnern.

Kanton zieht sich zurüc

Es war zudem das letzte Mal, dass das Zürcher Schauspielhaus von einer Unterstützung durch den Kanton Zürich in der Höhe von 2,5 Millionen Franken (1,6 Mio. Euro) profitierte. Der Kanton hatte ab 2000/2001 für drei Spielzeiten jährlich diesen Betrag als ausserordentliche Subvention aus dem Finanzausgleichsfonds zugesagt.

Gedacht war diese finanzielle Unterstützung für das erweiterte Programm und die erweiterten Spielstätten, wie die Sprecherin des Schauspielhauses, Barbara Higgs, sagte. Das Schauspielhaus wird hauptsächlich von der Stadt getragen.

Vielfältige Saison

Die letzte Spielzeit Marthalers bezeichnet das Schauspielhaus als aufregend und vielfältig. Insgesamt wurden 509 Veranstaltungen gezeigt - 64 mehr als in der Spielzeit zuvor. Etwas zurück gingen hingegen die Zuschauerzahlen: Mit 122.122 sahen rund 5.000 Personen weniger die Vorstellungen am Schauspielhaus.

Bei der bevorstehenden Generalversammlung vom 27. Jänner muss die Nachfolge für den zurücktretenden Verwaltungsrat Bruno Franzen geregelt werden. Für die Ersatzwahl vorgeschlagen wird Walter Andrau, Geschäftsleitungsmitgleid der Swiss Re. (APA/sda)