Pagadian - Meeresbewegungen wie vor einem Tsunami haben im Süden der Philippinen eine Massenpanik ausgelöst. Nach einem leichten Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala habe sich das Meer vor der Hafenstadt Pagadian auf der südlichen Insel Mindanao am Donnerstagabend ungewöhnlich weit zurückgezogen, teilten Behördenvertreter mit. Daraufhin seien mehr als 5000 verängstigte Einwohner der Stadt panikartig auf Anhöhen geflüchtet. Die Menschen hätten teils in ihren Schlafanzügen Kinder und einige persönliche Gegenstände an sich gerissen und unverzüglich die Flucht ergriffen. Viele verbrachten die Nacht auf öffentlichen Plätzen und in Polizeiwachen. Ein Polizeisprecher betonte, die Behörden hätten weder eine Flutwellen-Warnung herausgegeben noch eine Evakuierung angeordnet. Pagadian und andere Teile von Mindanao waren bereits 1976 nach einem Erdbeben von einer fünf Meter hohen Flutwelle heimgesucht worden. Dabei starben mehr als 3000 Menschen. (APA/AFP)