Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/dpa/Weigel
An die "Verantwortung der Bundesregierung für die öffentlich-rechtlichen Institutionen des tertiären Bildungssektors" erinnert die Rektorenkonferenz in ihrer Neujahrserklärung.

Wenn "bis 2010 tatsächlich 20 Prozent der Österreicher ein akademisches Studium an einer Universität oder Fachhochschule absolviert haben sollen, wie in der Regierungserklärung 2003 angekündigt, dann werden die gegenwärtigen Budgets keinesfalls ausreichen", heißt es darin. Speziell den Unis mangle es nach wie vor an Investitionsstärke. Auf Grund fehlender Mittel würden an vielen Standorten Berufungen von hervorragenden Wissenschaftern ausbleiben.

Dabei hänge die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft insbesondere von der Leistungsfähigkeit der Grundlagenforschung ab, betonen die Rektoren. "Soll das Versprechen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erfüllt werden, bis 2010 die Forschungsquote auf drei Prozent des BIP zu erhöhen, bedarf es zusätzlicher Anstrengungen."

Auch die Teilnahme am Europäischen Hochschulraum im Zuge des Bologna-Prozesses und die damit verbundene Umstellung auf das zwei- bzw. dreigliedrige Studiensystem erfordere zusätzliche Mittel, so die Rektoren weiter. Des eigenen Beitrags für diese Neuausrichtung zu mehr Mobilität und mehr Forschungsprojekten sei man sich sehr wohl bewusst. Man wisse, dass die Unis im "europäischen Konzert daran gemessen werden, wie rasch sie die Umstellung auf international gültige Standards bewältigen werden".

In den Vordergrund stellen die Rektoren 2005 zwei Schwerpunkte: Erstens die Erarbeitung von Entwicklungsplänen als Grundlage für die künftigen Leistungsvereinbarungen mit dem Ministerium und zweitens das Erstellen einer Wissensbilanz zur Dokumentation der Vielfalt des Leistungsspektrums an den Universitäten. (APA)