Phuket - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer hat bei seiner Reise durch die asiatischen Flutgebiete die besonders schwer getroffene Gegend um Khao Lak in Südthailand besucht. Dort traf er am Sonntag unter anderem mit einem Identifizierungsteam des deutschen Bundeskriminalamts zusammen, wie es aus Delegationskreisen hieß. Danach wollte der Außenamtschef auf der benachbarten Urlauberinsel Phuket zusammen mit Angehörigen während eines ökumenischen Gottesdienstes der Toten der Flutkatastrophe gedenken.

Noch am Sonntag stand die Weiterreise Fischers nach Indonesien auf dem Programm. Der Außenminister hatte nach seiner Ankunft in Thailand am Samstag der Regierung in Bangkok weitere Hilfen angeboten. Deutschland wolle zudem alles tun, um seinen Beitrag zum geplanten Tsunami-Frühwarnsystem für den Indischen Ozean zu leisten.

In Thailand sind bei der Flutwelle am 26. Dezember nach offiziellen Angaben mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen, davon etwa die Hälfte Ausländer. Rettungskräfte befürchten jedoch mehr als 10.000 Tote. Immer noch werden mehr als 700 Deutsche vermisst. 7000 Urlauber wurden nach Deutschland zurückgebracht. (APA/dpa)