London - Die Londoner Nahost-Konferenz findet am 1. und 2. März statt. Dies kündigte der britische Premierminister Tony Blair am Sonntag in einem BBC-Interview an. Die Präsidentenwahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten und die Bereitschaft der israelischen Koalitionsregierung zum Rückzug aus Teilen der besetzten Gebiete seien eine "echte Chance für Fortschritte", meinte Blair.

Sobald es eine Annäherung zwischen den beiden Konfliktparteien gebe, sei US-Präsident George W. Bush "persönlich" bereit, sich im Friedensprozess zu engagieren. "Das ist der erste Präsident der USA, der sich öffentlich zu einem palästinensischen Staat verpflichtet hat", sagte Blair. Eine Lösung des Palästina-Problems sei einer der Schlüssel zur Stabilisierung der gesamten Region.

Erneut hielt Blair an den geplanten Wahlen im Irak am 30. Jänner fest. Ungeachtet der Welle der Gewalt und der fast täglichen Attentate seien die Wahlen unverzichtbar für den Übergang des Landes zur Demokratie. Darüber bestehe nicht nur Einigkeit zwischen den USA und Großbritannien, diese Ansicht werde auch von der UNO vertreten, meinte Blair. (APA)