Wer Forschung fördert, will mitunter auch ganz gern wissen, ob sein Geld gut angelegt ist. So auch der Bereich Forschungsförderung der Wirtschaft (Bereich 1) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), der im vergangenen Jahr von der KMU Forschung Austria 517 im Jahr 2000 abgeschlossene Forschungsprojekte evaluieren ließ.

Zweck der Übung: Man wollte zum Beispiel wissen, wie viel zusätzliche Umsätze die geförderten Unternehmen durch die Projekte erzielt haben, die von der damals aktiven Vorgängerinstitution des Bereichs, dem FFF (Forschungsförderungsfonds der gewerblichen Wirtschaft), 98 Millionen zugesprochen be- kamen.

Zu einem signifikant besseren Ergebnis als bei der vorherigen Evaluierung kam die KMU Forschung dabei vor allem hinsichtlich des errechneten Multiplikators - um ihn zu bestimmen, wird der Barwert der in die Förderung der Projekte eingeflossenen Mittel in Relation zu weiteren Umsätzen oder Lizenzerlösen gestellt, die das jeweilige Projekt eingebracht hat.

Aus der Evaluierung ergab sich nach dieser Rechnung ein Multiplikator von 21,6: Ein Förder-Euro ergab also 21,6 Umsatz-Euro. Bei der letzten noch in FFF-Zeiten durchgeführten Evaluierung 2002 - im Jahr 2003 wurde wegen einer großen Gesamtevaluierung pausiert - wurde der Multiplikator 14 errechnet.

Laut KMU Forschung wurden durch die untersuchten Projekte außerdem 5613 Arbeitsplätze in Unternehmen neu geschaffen. Daneben analysierte man erstmals, wie viele der Beschäftigten vollzeit in Forschung und Entwicklung tätig sind. Es waren mehr als 7500, das ist ein Anteil von 9,3 Prozent aller Mitarbeiter in den geförderten Unternehmen.

Vom Bereich Forschungsförderung Wirtschaft der FFG geförderte Projekte werden insgesamt mindestens dreimal evaluiert: wenn die Förderentscheidung erfolgt, bei der Prüfung der Ergebnisse und drei Jahre nach Abschluss des Projektes von einem vom FFG beauftragten externen Institut wie der KMU Forschung. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10. 1. 2005)