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Michaela Dorfmeister hat ihr WM-Ticket schon fix, für manch andere Dame wird es eng.

Foto: Reuters/Rossi
Wien - Auf die WM-Generalprobe vor Ort folgt nun die Speed-Generalprobe in Cortina d'Ampezzo. Dort gehen diese Woche mit zwei Super G (Mittwoch/Freitag) und zwei Abfahrten (Samstag/Sonntag) die letzten "schnellen" Damenrennen vor der WM in Bormio/Santa Caterina in Szene. Cortina ist damit für einige bereits die letzte Chance, um auf den WM-Zug aufzuspringen.

Obermoser unter Druck

Mit Super-G-Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister, Speed-Queen Renate Götschl und Abfahrts-Vizeweltmeisterin Alexandra Meissnitzer sind drei ÖSV-Speed-Damen für die WM fix, dahinter ist aber einiges offen. Vor allem bei Brigitte Obermoser, die im Dezember (Vierte in Lake Louise) stark gefahren ist und die logische Abfahrts-Vierte wäre. Die Salzburgerin muss nach ihrem Kreuzbandriss in Cortina aber beweisen, ob sie wirklich fit ist. "Sie muss auf jeden Fall mehr zeigen als in Santa Caterina", so Damenchef Herbert Mandl.

Auch Katja Wirth braucht ein absolutes Top-Ergebnis, allerdings drängt auch Elisabeth Görgl vehement. Die steirerische Technikerin will in Cortina alle vier Speed-Rennen bestreiten, Mandl bremst zwar, lobt aber auch: "Lizz war in Lake Louise und Santa Caterina auf dem Weg zu Top-Ten-Plätzen."

Renate Götschl etwas unrund

Eine andere Steirerin hofft, dass endlich der Knoten platzt. Renate Götschl ist nach drei zweiten Plätzen und vielen Ausfällen nach Spitzen-Zwischenzeiten im Riesentorlauf etwas "unrund" aber auch überfällig für den ersten Saisonsieg. Und die Piste unter der Tofana ist einer ihrer Lieblings-Schauplätze. Mandl: "Cortina ist eine sehr wichtige Woche, auch für Renate. Niemand hätte vor der Saison gedacht, dass sie im Riesentorlauf sogar gewinnen kann. Deshalb hoffe ich, dass sie es trotz allem positiv sieht und in Cortina locker fährt. Wenn es da bei ihr ins Laufen kommt, ist sie auch für die WM ganz heiß."

Im Gegensatz zu Görgl sind Nicole Hosp und Marlies Schild in Cortina nicht am Start. Sie konzentrieren sich momentan auf ihre Disziplinen Slalom und Riesentorlauf, obwohl sie wie Görgl für die WM-Kombination erste Anwärterinnen sind. Bei Schild zwickt zudem nach zwei Trainings-Stürzen in der Abfahrt und dem grandiosen Slalom-Sieg zum Abschluss der intensiven Santa-Caterina-Woche das verletzte Knie. "Ich bin zudem auch ein bissl müde im Kopf, deshalb werde ich zu Hause relaxen", so Schild.

Obwohl sich punkto bisheriger Podest- und Top-Ten-Plätze nur neun ÖSV-Damen für die WM aufdrängen, rechnet Mandl mit zehn, "vielleicht sogar elf" Mädchen im 26-köpfigen WM-Team. Abgestimmt wird das auf die Bedürfnisse der Herren, die ihre Mannschaft nach dem Nachtslalom in Schladming (25.1.) bekannt geben. Für die Damen ist schon zwei Tage zuvor in Marburg definitiver Qualifikationsschluss. (APA)