"Wir wollen weltweit in allen großen Bereichen von Elektronikkonsumgütern unter den ersten drei Anbietern sein", sagt Simon Rhee, der von Österreich aus für Samsung die Region CEE – Central Eastern Europe – inklusive der Schweiz befehligt. "Wir glauben, dass wir mit unserer breiten Produktpalette dafür gute Voraussetzungen haben. Schließlich geht es künftig um die Vernetzung des Haushaltes. Dabei haben wir die Chance, zum Schlüsselanbieter für Komponenten und Geräte zu werden."

Weiterhin

Deshalb werde man weiterhin an so unterschiedlichen Produkten wie Staubsaugern und Kühlschränken, Mobiltelefonen und DVD-Playern, Flachbildschirmen und Halbleitern festhalten. Bei einigen Schlüsseltechnologien ist der Vollsortimenter bereits seit Jahren weltweit Marktführer: So etwa bei Computermonitoren (21 Prozent) oder Speicherchips.

Design

Dabei verlässt sich der Konzern jedoch nicht nur auf Technologie. Seit dem Jahr 2000 wird auf Design gesetzt, und in der Folge wurden Designcenter in der ganzen Welt – in Europa etwa in London und Moskau – errichtet. Deren Aufgabe ist es, diese Schlüsselmärkte zu beobachten, auszutesten, wie mit Geräten bzw. Technologien umgegangen wird, und Trends nach Seoul zu vermelden. Rhee: "Was der Kunde nicht anrührt, hat keine Berechtigung – egal, wie gut es in unser Konzept passen würde."

"Das ist nicht nur ein Kommunikations-Tool – über Farbe und Design werden Lebensstile ausgedrückt."

Rhee erklärt diese Strategie am Beispiel des Mobiltelefons, das schon jetzt ein Gerät sei, über das sich Kunden ausdrücken: "Das ist nicht nur ein Kommunikations-Tool – über Farbe und Design werden Lebensstile ausgedrückt." In Zukunft werde dem Handy voraussichtlich auch die Rolle des Vernetzungsgeräts im digitalen Heim zufallen – wenn alles kabellos wird, werde dem Handy die Rolle einer Art Fernbedienung für die verschiedenen Geräte mit ihren unterschiedlichen Technologien zukommen.

Umsatz

Der Umsatz des Mischkonzerns wird 2005 voraussichtlich um drei Prozent auf 139,5 Billionen Won (98 Milliarden Euro) steigen. In den ersten drei Quartalen 2004 hat Samsung 65,5 Millionen Mobiltelefone verkauft und rechnet mit einem um zwei bis drei Prozent größeren Marktanteil als 2003, als er elf Prozent betrug. (kat, DER STANDARD Printausgabe, 11. Jänner 2005)