Sir Mark

Kapstadt/London - Mark Thatcher, Sohn der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher, hat sich vor einem südafrikanischen Gericht der unwissentlichen Mithilfe an einem Putschversuch in Äquatorialguinea schuldig bekannt. Thatcher gab am Donnerstag zu, einen Militärhubschrauber finanziert zu haben, den die Putschisten für den Staatsstreich benutzen wollten. Allerdings sei er davon ausgegangen, dass der Helikopter für humanitäre Zwecke benötigt werde, betonte Thatcher nach Angaben seiner Anwälte.

Wie Richter Abe Motala in Kapstadt sagte, muss der Angeklagte drei Millionen Rand (385.000 Euro) Geldstrafe zahlen. Falls er der Auflage nicht nachkomme, müsse er für fünf Jahre in Haft. Daran schließe sich eine vierjährige Bewährungsstrafe an. Thatcher, der seit 1995 in Südafrika lebt, war Ende August in seiner Wahlheimat Kapstadt festgenommen worden. Der Putsch gegen den Präsidenten von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema, wurde im März vereitelt.

Mutter "erleichtert"

Vor zwei Monaten sei Thatcher ein Handel vorgeschlagen worden, wonach er sich schuldig bekennt und dafür lediglich eine Geldbuße erhält. Margaret Thatcher zeigte sich zufrieden mit der Einigung. Sie sei "erleichtert" darüber, dass "die Dinge nun geregelt und die Sorgen der vergangenen Monate zu Ende seien", teilte ein Sprecher der früheren britischen Premierministerin mit. (APA)