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Für 6.328 Firmen und 5.627 Privathaushalte gab es 2004 keinen anderen Ausweg als den Weg zum Konkursrichter.

Foto: APA/EPA/Mauricio Lima
Wien - Die Zahl der Firmenpleiten und Privatkonkurse in Österreich ist im Jahr 2004 nach endgültigen Berechnungen des Alpenländischen Kreditorenverbandes - AKV - im Jahresvergleich um knapp 18 Prozent auf 11.955 Fälle explodiert und hat damit einen neuen Rekord erreicht.

Davon entfallen 6.328 Fälle oder rund 53 Prozent auf Firmenpleiten und 5.627 Fälle auf Privatkonkurse. Besorgniserregend sei der Anstieg der mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge um 25,5 Prozent auf 4.297 Fälle, davon 3.362 Firmenpleiten und 935 Private, so der AKV am Donnerstag.

Bei den eröffneten Verfahren gab es einen Zuwachs um 14,0 Prozent auf 7.658 Fälle, davon waren 7.543 Fälle Konkurse (plus 14,7 Prozent) und lediglich 115 Fälle Ausgleiche (minus 17,9 Prozent).

Passiva auf 3,25 Milliarden Euro gestiegen

Die Höhe der Passiva stieg im Jahresvergleich von 3,08 Mrd. Euro auf 3,25 Mrd. Euro an. Insgesamt waren 2004 29.288 Arbeitsplätze durch Insolvenzen gefährdet, das waren um 1.394 Jobs weniger als im Jahr 2003.

Die meisten Pleiten gab es traditionell wieder in der Baubranche mit 1.006 Fällen, gefolgt von Gastgewerbe und Hotellerie mit 944 Pleiten. An vierter Stelle rangiert die Transportbranche mit 536 Fällen, gefolgt vom Bereich Elektrogeräte Radio TV und EDV mit 346 Fällen und der Branche Papier, Druck und Verlage mit 286 Fällen.

Wien führt Pleiten-Rangliste an

Die meisten Pleiten mit insgesamt 3.284 Fällen gab es im Vorjahr in Wien, gefolgt von Oberösterreich mit 1.929 Pleiten und Niederösterreich mit 1.438 Fällen.

Der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) hatte Ende Dezember 6.300 Firmenpleiten und 5.600 Privatkonkurse für das Jahr 2004 gemeldet. (APA)