Wien - In den vergangenen zehn Jahren wurden in Österreich 20 Hubschrauberabstürze registriert, bei denen in zehn Fällen Todesopfer zu beklagen waren. Der folgenschwerste ereignete sich am 16. April 1990. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Drei von ihnen hatten an einem Rundflug während einer Kirtagsveranstaltung in Bad Zell (Bezirk Freistadt) teilgenommen, beim Absturz des Helikopters starb auch der Pilot. Am 22. August 1991 forderte der Absturz eines Rettungshubschraubers in Lofer (Pinzgau) ebenfalls ein Todesopfer. Am 27. Februar 1992 stürzte ein Bundesheerhelikopter im Gebiet der Triebener Tauern in der Obersteiermark ab. Der Bordtechniker starb nach der Einlieferung ins Spital, der Pilot wurde schwer verletzt. Am 19. August 1992 verunglückte der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 5 bei einem Bergungseinsatz im Tiroler Außerfern. Dabei starb die Notärztin. Am 17. September 1992 war im Gebiet des Traunsteins in Oberösterreich bei einem Alpenrundflug ein Hubschrauber abgestürzt. Das Unglück kostete einem neunjährigen Buben das Leben. Zwei Tote gab es am 27. September 1992 in der Nähe von Krems. Dort stürzte ein Helikopter kurz nach dem Start in ein Waldstück und geriet in Brand. Zwei Todesopfer gab es auch am 19. März 1993: in der Nähe des Flughafens Graz-Thalerhof kollidierten zwei Hubschrauber und fielen in einen Badesee. Die Besatzung des einen Helikopters konnte sich retten, die beiden Insassen des zweiten kamen ums Leben. Am 6. April 1994 streifte ein Hubschrauber bei einem Inspektionsflug im Auftrag der Verbundgesellschaft in der Nähe des Gleimalmtunnel-Nordportals der Pyhrnautobahn eine Starkstromleitung und stürzte ab. Alle drei Insassen waren auf der Stelle tot. Am 1. Juli 1998 stürzte ein Bundesheermajor bei einem Assistenzeinsatz in Kärnten mit einer Alouette III ab. Er sollte von einer Alm im Bezirk Hermagor Kadaver von Tieren bergen, die vom Blitz getroffen worden waren. Der Offizier wurde so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Am 20. März 2000 stürzte bei Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) ein Bundesheerhubschrauber bei Außenlandeübungen aus etwa 150 Metern Höhe ab und ging in Flammen auf. Für die drei Mann Besatzung gab es keine Rettung mehr. (APA)