Jerusalem - Israels Regierungschef Ariel Sharon habe den Kontakt zu den Palästinensern auf Eis gelegt, so lange diese nichts gegen den Terrorismus unternähmen, sagte der Berater des Ministerpräsidenten, Assaf Shariv, der Nachrichtenagentur AFP. Ein Treffen mit dem neuen palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas käme derzeit nicht in Frage. "Die Zeit der Gnade, die wir mit Abbas vereinbart hatten, ist vorüber", fügte Shariv hinzu. Das israelische Fernsehen berichtete, die Armee wolle wieder Einsätze zur gezielten Tötung von radikalen Palästinensern aufnehmen. Der israelische Verkehrsminister Meir Sheetrit sagte, Abbas dürfe sich nicht darauf beschränken, den Terrorismus zu verurteilen, sondern müsse auch entschlossen dagegen vorgehen.

Erekat fordert Wiederaufnahme der Kontakte

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat kritisierte Sharons Entscheidung, die Kontakte abzubrechen. "Das beste Mittel, den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen ist, die Kontakte nicht einzufrieren sondern sie wieder aufzunehmen", sagt er in Gaza.

Israel hatte zuvor nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits sämtliche Übergänge zum Gazastreifen geschlossen. Gerade der Übergang Karni, über den ein großer Teil des Warenverkehrs zwischen Israel und dem Gazastreifen abgewickelt wird, ist für die Versorgung der Menschen im Gazastreifen lebenswichtig. (APA)