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Der italienische Europaminister Rocco Buttiglione holte zum nächsten Schlag aus.
Buttiglione war ursprünglich als italienischer EU-Justiz- und Innenkommissar im Team von EU-Kommissionschef Jose Manuel Durao Barroso nominiert worden. Er musste jedoch wegen scharfer Polemik um seine Aussagen über Homosexualität und Rolle der Frau in der Gesellschaft auf das Amt verzichten. Er bewahrte seinen Posten als Europaminister im Mitte-Rechts-Kabinett von Silvio Berlusconi.
"Es ist bekannt, das Cohn-Bendit pädophil ist"
"Es ist bekannt, das Cohn-Bendit pädophil ist. In einer Biografie erzählt er von seinen ersten Erfahrungen als Lehrer in einer alternativen Volksschule. Er berichtet über eine pädophile Annäherung an seinen Schülern", so Buttiglione nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.
"Im Gegensatz zu Cohn-Bendit und anderen Mitgliedern der Linken erzähle ich keine Lügen, sondern berichte begründete Tatsachen", sagte Buttiglione, der Mitglied der christdemokratischen Regierungspartei CDU ist.
Wirbel in Italien wegen Buttigliones Angriff
Der Angriff des italienischen Europaministers Rocco Buttiglione auf den Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Daniel Cohn-Bendit, sorgt für Wirbel. "Buttiglione sollte ein bisschen mehr schlafen und ruhig bleiben", erwiderte Cohn-Bendit am Samstagabend auf Buttigliones Angriff.
Cohn-Bendit betonte, dass die Beziehungen zu Buttiglione bisher freundschaftlich gewesen seien. Er habe nicht einmal an der Kommissionssitzung im Europaparlament teilgenommen, bei der Buttiglione wegen seiner Aussagen über Homosexualität und Frauenrolle in der Gesellschaft im Oktober unter Beschuss geraten war. Auf die Vorwürfe der Pädophilie wollte der Grüne Abgeordnete nicht erwidern.
Buttiglione wurde auch von den italienischen Grünen attackiert. "Der Europaminister ist ein vulgärer Verleumder, er sollte zurücktreten", so der Chef der italienischen Grünen, Alfonso Pecoraro Scanio. Er rief Buttiglione auf, sich sofort bei Cohn-Bendit zu entschuldigen.