Moskau - Russische Kommandotruppen haben am Samstag Medienberichten zufolge Rebellen-Verstecke im Süden der Kaukasusrepublik Dagestan gestürmt. Dabei kamen vier russische Soldaten ums Leben. Mit den Einsätzen sei ein Terroranschlag im Stile des Geiseldramas von Beslan verhindert worden, teilte der russische Geheimdienst mit.

Ein Einsatz der Spezialkräfte richtete sich den Angaben zufolge gegen ein Gebäude in der Dagestaner Hauptstadt Machatschkala, wo sich bis zu fünf Rebellen versteckt hielten und mehr als 15 Stunden lang Gegenwehr leisteten. Der Fernsehsender NTV zeigte Bilder, wie Soldaten das Haus mit Panzerfäusten, Granaten und aus Maschinengewehren beschossen.

Drei Mitglieder einer Spezialeinheit der Polizei wurden in der weiter südlich am Kaspischen Meer gelegenen Stadt Kaspiisk getötet, als ihre Truppe ebenfalls das Versteck von Kämpfern stürmte. Ein Aufständischer sei getötet, vier weitere gefangen genommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Im nord-ossetischen Beslan hatten Rebellen im September mehr als tausend Menschen in einer Schule als Geiseln genommen, darunter zahlreiche Kinder. Bei der Befreiung kamen weit über 300 Menschen ums Leben. Dagestan und Nord-Ossetien grenzen an die Republik Tschetschenien, wo das russische Militär seit Jahren versucht, radikal-moslemische Separatisten unter seine Kontrolle zu bringen. (APA/ag.)