Colombo - Die Zahl jener Menschen, die an den Folgen des Tsunami vom 26. Dezember gestorben sind, wurde erneut nach oben korrigiert.

Von 175.000 Toten in Indonesien, Sri Lanka, Thailand, Indien und anderen betroffenen Staaten ist nun die Rede. Ein Sprecher des indischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit sagte, dass sich alleine auf Sri Lanka die Zahl der Opfer um 7000 erhöht habe. Mehr als 38.000 Tote gibt es dort nach dem Tsunami zu beklagen. In der Provinz Aceh spricht man nun von 115.000 Menschen, die starben. In allen Katastrophengebieten werden noch Tausende vermisst.

Aus österreichischer Sicht werden noch 133 Personen im Katastrophengebiet vermutet, zu ihnen fehlt der Kontakt.

Unterdessen sind weiterhin Helfer von karitativen Organisation aus vielen Staaten der Erde im Einsatz. Bei der UNO zeigte man sich erleichtert, weil mit der Eröffnung eines weiteren Flughafens im indonesischen Katastrophengebiet mehr Hilfslieferungen per Flugzeug herangeschafft werden können. Der neue Militärflugplatz auf der Insel Weh vor der Küste Sumatras habe "eine enorme Last von den Flughäfen in Medan und Banda Aceh genommen", sagte Michael Huggins von der UNO. Im Norden Sumatras müssen 700.000 obdachlose Menschen versorgt werden.

Mikronesien bebte

Erhöhte Aufmerksamkeit gab es am Montag, als ein starkes Erdbeben Mikronesien, eine Inselgruppe im Pazifik, erschütterte. Das Beben wurde mit Stärke 6,6 von einer Bebenwarte in Hongkong registriert und hatte sein Zentrum rund 330 Kilometer nordöstlich der Insel Yap. Verletzt wurde niemand. Experten beruhigten später, dass das Beben um 21.24 Uhr (Sonntagnacht mitteleuropäischer Ortszeit) zu schwach gewesen sei, um eine Springflut auszulösen. (aw/DER STANDARD, Printausgabe 18.01.2005))