Wien - Hans Knauß, nach einem positiven Dopingtest vom Internationalen Skiverband (FIS) vorläufig suspendiert, sagte am Sonntag in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag", dass ein Karriereende für ihn kein Thema sei. "In keinem Fall. Ich hoffe, das die FIS auf den Sportler schaut und ich bald wieder auf der Piste bin."

Der Schladminger, der den überschrittenen Nandrolon-Wert auf ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel zurückführt, freut sich über die auch auf seiner Homepage kund getane Unterstützung: "99 Prozent stehen voll hinter mir, das andere eine Prozent ist auch berechtigt. Ich habe mir früher bei so was auch immer gedacht, da wird schon was dran sein. Und jetzt sitze ich selber hier."

Langsam habe er sich vom Schock nach dem Bekannt werden der positiven Dopingprobe befreit: "Meine ersten Gedanken waren: Was denken sich die Leute? Ich habe mir ein gewisses Image aufgebaut und war ehrlich, viele haben gesagt, zu ehrlich. Ich wollte meiner Linie Linie treu bleiben. Und Doping gehört nicht dazu, denn Skifahren ist nur ein Teil meines Lebens."

Seine Nahrungsergänzungsmittel habe er nicht über den Schiverband bezogen. "Die Produkte vom ÖSV gibt es erst seit zwei Jahren, ich habe mich schon vorher damit beschäftigt und bin nicht umgestiegen. Im Nachhinein gesehen hätte ich doch die vom ÖSV nehmen sollen." (APA/red)