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Foto: APA/HARALD SCHNEIDER
Linz - Auf dem Weg zur Übernahme der börsenotierten VA Tech ist Siemens am Montag an einer wichtigen Hürde gescheitert: Die VA Tech-Aktionäre ließen den Elektromulti in einer außerordentlichen Hauptversammlung in Linz mit seinem Wunsch nach Aufhebung der 25-prozentigen Stimmrechtsbeschränkung abblitzen.

Das erschwert Siemens nun die angestrebte Übernahme und Kontrolle des börsenotierten Linzer Anlagenbauers deutlich, weil einem Aktionär nach der VA Tech-Satzung maximal 25 Prozent der Stimmrechte zugestanden werden - unabhängig von seinem tatsächlichen Anteilsbesitz.

Dämpfer für Übernahmepläne

Siemens hat an sein bis 9. Februar befristetes Übernahmeangebot von 55 Euro pro Aktie u.a. die - allerdings aufschiebbare - Bedingung geknüpft, das Höchststimmrecht müsse fallen.

Dafür hätte Siemens, seit November mit 16,45 Prozent bereits größter VA Tech-Aktionär, aber heute eine Dreiviertel-Mehrheit gebraucht. Zugestimmt haben "nur" 73,2 Prozent des anwesenden Kapitals.

Rechtsstreit

Siemens muss nun nach der Rechtsauffassung der VA Tech mindestens 75 Prozent plus eine Aktie erwerben, damit das Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Andernfalls ist die Übernahme der VA Tech gescheitert.

Die Übernahmekommission dagegen geht in einer Stellungnahme vom Samstag davon aus, das eine Übernahme bereits bei 50 Prozent plus eine Aktie vollzogen ist. (APA, red)