Bei der Bekämpfung der Kriminalität will die Salzburger Polizei künftig noch stärker auf Prävention setzen. Das Augenmerk solle besonders auf Diebstähle, Wohnungs- und Kfz-Einbrüche sowie den Suchtgifthandel gelegt werden, kündigte Salzburgs Kripo-Chef Rudolf Feichtinger am Dienstag bei der Präsentation der Leistungsbilanz 2004 der Salzburger Polizei an. So sollen potenzielle Opfer gezielt informiert werden, wie sie sich vor Delikten schützen können.

Eine Zielgruppe sind beispielsweise Senioren, die vor möglichen Handtaschen-Räubern gewarnt werden sollen. Man gehe auch aktiv auf gefährdete Firmen zu oder arbeite mit Siedlungsgenossenschaften zusammen, erläuterte Feichtinger die Präventionsstrategie. Bei Deliktserien werde man gezielt mit Streifen sowie Informationen für potenzielle Opfer ansetzen. Kriminalbeamte würden einen Teil ihrer Arbeitszeit auf Streife gehen, kündigte Polizeidirektor Gottfried Mayr an.

Durch die aktive Präventionsarbeit sei es gelungen, die Steigerung der Kriminalitätsentwicklung einzubremsen, zog Mayr eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr. Insgesamt wurden bei der Salzburger Polizei 16.678 Straftaten angezeigt. Im vorangegangenen Jahr waren es 16.901 Delikte gewesen. Den größten Teil der Straftaten haben mit rund 75 Prozent die Vermögensdelikte. (APA)