Der Aufbau eines Obdachlosenheimes für Männer unter dem Namen "Rudolph-Moshammer-Haus" war eines der letzten Projekte des ermordeten Münchner Modemachers. Er habe das Projekt zusammen mit dem zur Diakonie gehörigen Evangelischen Hilfswerk München geplant, sagte Geschäftsführer Gordon Bürk am Dienstag. "Es war einer seiner letzten Träume."

Ende des vergangenen Jahres habe man sich auf das Konzept für die Einrichtung geeinigt, die Finanzierung sei aber noch offen gewesen. "Es war klar, dass Herr Moshammer sich darum kümmern wollte", sagte Bürk. "Er wollte sich beteiligen, hat aber auch gesagt, dass auch andere Sponsoren mit ins Boot müssen." Das Heim sollte Platz bieten für rund 50 Männer und nur mit Einzel- und Doppelzimmern ausgestattet sein.

Über den Inhalt des Testaments und ein mögliches Vermächtnis wisse er nichts, sagte Bürk. Im Vordergrund stehe derzeit die Trauer. "Nicht nur, dass er unsere Arbeit gefördert hat - auch menschlich haben wir jemanden verloren, der uns nahe stand." Moshammer habe sich persönlich sehr stark engagiert und unter anderem Weihnachtsfeiern und Sommerfeste für Obdachlose organisiert. "Er hat immer dafür gesorgt, dass auch derjenige, der in der letzten Reihe saß, noch ein Geschenk bekommen hat." (APA/dpa)