Linz - Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) will sich um die "Klärung der Kostenübernahme für Schwangerschaftsabbrüche" bemühen.

Das erklärte sie Mittwochnachmittag in einer Presseaussendung. In Oberösterreich war am gestrigen Dienstag ein Konflikt um die Kosten für die Abtreibung eines - nach Einschätzung der behandelnden Ärzte - lebensunfähigen Kindes entbrannt.

Die SVB weigere sich, die Kosten für einen medizinisch begründeten Schwangerschaftsabbruch zu bezahlen, so die Landes-Frauen- und Kinderklinik in Linz. Die Krankenkasse wies die Vorwürfe zurück, es handle sich nicht um eine Krankenbehandlung.

Kostendeckung nur bei Lebensgefahr für die Mutter

Man sei in dem diskutierten Fall nach den vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger veröffentlichten Richtlinien über die ökonomische Krankenbehandlung vorgegangen, so die SVB am Mittwoch. Darin sei festgelegt, dass die Sozialversicherungsträger Kosten für Schwangerschaftsabbrüche nur dann übernehmen könnten, wenn eine vorherige Bewilligung durch die Versicherungsträger erfolge. Die Kosten eines Abbruches seien nach Übereinkommen aller Krankenversicherungsträger dann zu übernehmen, wenn Lebensgefahr für die Mutter bestehe.

Im Hinblick auf die besondere Bedeutung der Fragestellung habe die SVB nach eigener Aussage bereits vor mehreren Wochen den Hauptverband informiert und um Klärung ersucht. Auf Grund der derzeit geltenden Rechtslage bestehe keine andere Entscheidungsmöglichkeit. Die vorliegenden Fälle würden zeigen, dass eine einheitliche Vorgehensweise aller Versicherungsträger unbedingt notwendig sei. (APA)