London - Der mittlerweile verstorbene britische Serienmörder Harold Shipman hat vermutlich weitaus mehr Morde begangen als bisher angenommen.

Er habe möglicherweise bereits als junger Assistenzarzt in Yorkshire zwischen 1970 und 1974 Patienten ermordet, erklärten die Ermittler am Mittwochabend. Untersucht würden 137 Todesfälle in dieser Zeit. Ihren offiziellen Bericht wollen die Ermittler am Donnerstag kommender Woche veröffentlichen.

Bisher waren Shipman 215 Morde zur Last gelegt worden, bei denen der Arzt zwischen 1975 und 1998 Patientinnen bei Hausbesuchen oder in seiner Praxis in Manchester mit Morphiumspritzen getötet. Wegen Mordes an 15 Patientinnen wurde er Anfang 2000 zu lebenslanger Haft verurteilt. Vor einem Jahr erhängte er sich in seiner Zelle.(APA)