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Chorherr: "Ich freue mich sehr, dass ich wieder im Gemeinderat sitze."

foto: apa/artinger
Wien - Der frühere Klubchef der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, ist laut eigenen Angaben nicht enttäuscht darüber, dass er bei der nächsten Wien-Wahl lediglich auf dem achten Platz der Landesliste seiner Partei kandidieren wird. Als Bestrafung oder Rückreihung sehe er das nicht, sagte der Gemeinderats-Abgeordnete am Rande der Präsentation des Projekts "Bike-City" am Donnerstag. Seine Befindlichkeit sei "hervorragend".

"Es lebe der Wettbewerb, es lebe die Transparenz", kommentierte Chorherr die Ereignisse vom vergangenen Sonntag. Bei der Landesversammlung der Wiener Grünen waren an diesem Tag die Plätze für die Landesliste vergeben worden - abgesehen vom Spitzenplatz, für den Maria Vassilakou seit vergangenen Sommer fix ist. Chorherr hatte sich dabei um den vierten Platz beworben, den er jedoch nicht schaffte.

"It's enough"

"Ich freue mich sehr, dass ich wieder im Gemeinderat sitze", meinte der Grün-Politiker, der jedoch auch ein, wie er sagte, "altes Wiener Sprichwort" zitierte: "Viel Feind, viel Ehr." Eine Präzisierung, wie diese Aussage zu verstehen sei, folgte nicht. Chorherr machte stattdessen kein Hehl daraus, dass er die Debatte für entbehrlich halte: "It's enough." (Es ist genug, Anm.)

Als "schweren Fehler" bezeichnete er den Umstand, dass Günter Kenesei nach der nächsten Wahl nicht mehr im Gemeinderat sitzen wird. Dieser wollte zum vierten Mal antreten, verfehlte aber die dazu notwendige Zweidrittelmehrheit der Delegiertenstimmen. Ein Abgehen von der Zweidrittel-Regelung erachtete Chorherr aber nicht für sinnvoll: "Ich finde es legitim zu sagen, je länger jemand im Gemeinderat sitzt, desto höher ist der Anspruch." (APA)