Eltern sollten nach Einschätzung eines britischen Expertenausschusses Handys von Kindern fern halten. Auch Erwachsenen empfiehlt das Nationale Strahlenschutzkomitee (NRPB), Gespräche mit Mobiltelefonen auf das Notwendigste zu begrenzen. Zwar gebe es bisher keinen Beweis dafür, dass die von den Geräten ausgehende Strahlung gefährlich sei. Dies kann nach Einschätzung des Gremiums, das die britische Regierung berät, aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Mehrere Studien

In den vergangenen Monaten lieferten mehrere neue wissenschaftliche Studien Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung durch Handys. Dazu zählt etwa eine im vergangenen Dezember veröffentlichte europäische Untersuchung, der zufolge die von den Geräten ausgehende Strahlung die DNS in Zellen schädigt. Eine schwedische und eine niederländische Untersuchung ergaben im April 2004 und Oktober 2003 ebenfalls, dass die Strahlung den Körper schädigen kann.

Große Gefahr für Kinder

Besonders groß ist diese Gefahr nach Einschätzung des NRPB-Vorsitzenden William Stewart vor allem für Kinder unter neun Jahren. Weil die Kinder einen kleinen Kopf haben, könne die Strahlung einen größeren Teil des Gehirns beeinflussen, zudem sei das Nervensystem noch nicht voll entwickelt. "Wenn es Risiken gibt und wir glauben dass es vielleicht welche gibt dann sind Kinder diejenigen, die am stärksten betroffen sind, und je jünger die Kinder, desto größer die Gefahr", sagte Stewart laut einem Bericht des Magazins "Nature" auf einer Pressekonferenz in London.(APA)