Wien - "Intelligente Lösungen, die den freien Hochschulzugang bewahren" fordert SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal angesichts des EuGH-Beschluss zum Hochschulzugang in Österreich. Es sei "alarmierend", dass sich alle einig seien, dass nur Studienplatzbeschränkungen die Antwort auf ein allfälliges Urteil sein könnten.

Horrorszenario

Für den SPÖ-Wissenschaftssprecher sind folgende Fragen zu beantworten: "Erstens, was kostet es, sollte das Horrorszenario eintreten, dass deutsche Studierende österreichische Universitäten stürmen; in welchem Verhältnis stehen diese Kosten zu den derzeitigen Aufwendungen der Republik Österreich für die Studierenden und zu den Aufwendungen, die notwendig wären, um den freien Hochschulzugang zu erhalten?". Weiters müsse schon jetzt die besten Europa-Juristen mit der Sachlage zu betrauen. Nicht zuletzt müsse man versuchen, mit politischen Mitteln zu erreichen, dass "eine für Österreich nicht tragbare Situation abgewendet" werde.

"Wenn nun Studenten aus EU-Ländern ohne Beschränkung in Österreich studieren dürfen, wäre das eine außerordentliche finanzielle Belastung für die heimischen Universitäten und die Qualität der Ausbildung kann nicht mehr sichergestellt werden", sagte Fuhrmann. Besonders stark betroffen wären beliebte Fächer wie Medizin, die ohnehin schon überlaufen seien.

Junge ÖVP gegen Numerus clausus

Zugangsbeschränkungen für alle Studenten lehnt die Junge ÖVP klar ab. "Eine Einführung des Numerus clausus kommt für uns nicht in Frage, da Noten im Abschlusszeugnis nicht das einzige Kriterium für die Zuerkennung eines Studienplatzes sein dürfen", so Fuhrmann und sprach sich für eine Diskussion auf breiter Basis aus.

Für Zugangsbeschränkungen sprach sich Florian Schweitzer vom Liberalen StudentInnen Forum (LSF) aus. Allerdings sollten diese "am Leistungsgedanken der Studierenen" orientieren.