Beslan - Am dritten Tag in Folge haben Bewohner der südrussischen Stadt Beslan am Samstag eine Landstraße blockiert, um gegen den Umgang der Moskauer Behörden mit dem Geiseldrama zu protestieren. Rund hundert Bewohner Beslans, viele von ihnen Eltern der Kinder, die bei der Stürmung der Grundschule im vergangenen September ums Leben gekommen waren, übernachteten auf der Straße, die Nordossetien mit Aserbaidschan verbindet. Die Demonstranten verlangten eine unabhängige Untersuchung des Tragödie und den Rücktritt des nordossetischen Präsidenten Alexander Dsasochow, wie ein AFP-Reporter berichtete. Bewaffnete Islamisten hatten Anfang September insgesamt mehr als 1200 Kinder und Erwachsene drei Tage in der Grundschule von Beslan als Geiseln genommen; bei der chaotischen Stürmung durch russische Sicherheitskräfte wurden mindestens 344 Menschen getötet. Zu der Geiselnahme bekannte sich der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew. (APA)