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Schwere LKW werden wohl auch weiterhin durch die Bezirke fahren

Foto: APA/dpa/Tschauner
Wien - Das vom Wiener Bezirk Alsergrund gewünschte generelle Fahrverbot für schwere Lkw dürfte in der geplanten Form nicht kommen. Laut einem Bericht von "Radio Wien" fordert der zuständige Stadtrat Rudolf Schicker (S) vom Bezirk eine umfassende Machbarkeitsstudie. Das Geld für eine Studie werde man jedoch nicht ausgeben, stellte Bezirksvorsteherin Martina Malyar (S) klar. Eine ähnliche Entscheidung sei in dieser Frage auch zu den Anträgen von zwei weiteren Gürtel-Innenbezirken zu erwarten, hieß es im Büro Schicker.

Dabei berief man sich auf die Magistratsabteilung 46 (Verkehrsorganisation), die sich gegen eine solche Maßnahme ausgesprochen habe. Es handle sich hier um eine "sehr komplexe Fragestellung", betonte man im Büro Schicker. Diese betreffe wirtschaftliche wie ökologische Aspekte: "Da gibt es einiges zu klären", weshalb eine Studie für ein weiteres Vorgehen unerlässlich sei. Das Gleiche gelte auch für die beiden Bezirke Josefstadt und Neubau, deren Bezirksvertretung ebenfalls Anträge auf ein generelles Fahrverbot beschlossen hatten.

Hoffnung auf Pilotversuch

Malyar hoffte nun, sich mit den anderen Bezirken zu koordinieren, um einen gemeinsamen Termin bei Schicker zu bekommen, wenn auch diese ihre Stellungnahme bekommen hätten. Denkbar sei etwa ein Pilotversuch. Sollte allerdings mittelfristig keine Bewegung auf Seiten der Stadt erkennbar sein, sehe sie sich "gezwungen, Einzelmaßnahmen zu setzen" - also partielle Fahrverbote zu verhängen. Dies könne dann für die einzelnen Betriebe unangenehmer werden, als ein generelles Verbot für den Bezirk, so Malyar.

Wenig überrascht von der Entscheidung zeigte sich der Neubauer Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger (G). Es sei darum gegangen, in den Gürtel-Innenbezirken "ein Signal zu setzen", betonte der Grünen-Politiker. Ansonsten sei er überzeugt, dass Verbote nichts brächten: "Man muss andere Wege suchen."

Das Hauptproblem in den Innenbezirken sei der Lärm. Die Logistik funktioniere oftmals nicht, wenn etwa zu lange der Motor laufen gelassen werde und Ähnliches. Von zentraler Bedeutung sei hier deshalb Kommunikation und Aufklärung.

Über das weitere Vorgehen sei er durchaus bereit, sich mit den Nachbarbezirken zu akkordieren: "Ich hielte es für sinnvoll, wenn man da gemeinsam vorgeht", bot Blimlinger an. (APA)