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Verschneites Palma de Mallorca

Foto: APA/ Xisco Bonnin

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Verschneiter Strand in Ciudad Jardin

Foto: REUTERS/Dani Cardona
Madrid - Spanien zittert unter polarer Kälte. Die Ferieninsel Mallorca und die anderen Balearen erlebten nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE einen der heftigsten Schneefälle der vergangenen 100 Jahre. Mallorca war am Mittwoch weitgehend eingeschneit. In den Bergen wurden Tiefstwerte von minus sieben Grad gemessen. Auch an der Küste herrschte Nachtfrost.

Auf der Nachbarinsel Menorca wurde der Flughafen nach einem Schneesturm geschlossen. Wie die Flughafenbehörde mitteilte, hatten sich auf der Startbahn Eisflächen gebildet. In mehreren Schulen bekamen die Kinder "schneefrei". Die Fährverbindungen zwischen den Balearischen Inseln mussten zum Teil eingestellt werden.

Auch auf dem spanischen Festland sanken die Temperaturen in weiten Teilen unter den Gefrierpunkt. In Vendrell im Nordosten des Landes erfror ein Obdachloser im Schlaf. Insgesamt wurden in Spanien 17 Fernstraßen wegen Schnees gesperrt, 36 waren nur mit Schneeketten passierbar. Auf mehreren Regionalstrecken der Bahn wurde der Betrieb eingestellt.

In Städten wie Soria oder Teruel in Mittelspanien sanken die Temperaturen auf bis zu minus acht Grad. In Granada im Süden des Landes wurden minus vier Grad gemessen. Die ungewöhnliche Kälte geht auf eine Kaltluftfront polaren und sibirischen Ursprungs zurück. Die Kältewelle sollte nach Angaben von Meteorologen am Donnerstag ihren Höhepunkt erreichen und am Freitag wieder abflauen. (APA)