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Foto: APA/dpa/Munker
Wo ich mir jetzt gerade gar nicht sicher bin: Der ORF bereitet derzeit schon wieder eine neue Comedy-Serie vor. Angesichts von bereits bestehenden neueren Formaten wie "Was gibt es Neues?" mit Oliver Baier oder "Undercover" mit Robert Palfrader und Angelika Niedetzky ohnehin schon eine Drohung.

Verschärfend kommt jetzt also der Versuchsballon "Der letzte Gentleman" hinzu, eine lustige Mischung aus "Stand-up" und "Sketches", in der der vom ORF als Komiker gehandelte Heimwerker-Werbe-"Selfman" Andreas Steppan eine "ultimative Sendung für Leute über 40 und für jene, die es nie werden wollen" plant.

Gerade in diesem Feld dürfte es schwer sein, entsprechende Lücken zu finden, in denen ein gewisser Bedarf gleich neben einem danach hungrigen Publikum zu finden ist. Abgesehen von Alfred Dorfers auch nicht immer taufrischem Hüttenabend "Donnerstalk" kommt das Humorprogramm des Küniglberg schon seit der berüchtigten Ära Hofbauer mehr rüstig als fit daher.

Solange noch immer regelmäßig bei Absagen von Skirennen oder gegen Morgengrauen für die Neigungsgruppe "Geriatrische Bettflucht" Ausschnitte aus Programmen des Kabarett Simpl gespielt werden (und Andreas Steppan kommt aus diesem), möchte ich gar nicht wissen, was los ist, wenn der Mann Sketche über altersbedingte Kurzsichtigkeit spielt. (schach/DER STANDARD; Printausgabe, 27.1.2005)