Porto Alegre - Die Entschuldungsinitiative "Jubilee South" hat beim Weltsozialforum (WSF) im brasilianischen Porto Alegre zu einem "vollständigen und bedingungslosen Schuldenerlass" für die armen Länder aufgerufen. Die Schulden seien "ein sozialer Völkermord", sagte der argentinische Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel für die Organisation. Die Jubilee-South-Vertreterin Beverly Keene bemängelte die von den G-8-Staaten zugesagten sechs Milliarden Dollar (4,61 Mrd. Euro) für die Flutopfer-Hilfe in Asien. Im Vergleich zum jährlichen US-Militärhaushalt von 400 Milliarden Dollar (308 Mrd. Euro) oder zu den bisherigen Gesamtausgaben für den Irak-Krieg in Höhe von 200 Milliarden Dollar (154 Mrd. Euro) sei die Summe "empörend". (APA/AFP)