Berlin - Tausende von Kunden des kostenlosenr E-Mail-Internetdienstes GMX standen plötzlich vor einem enormen Problem, sie konnten seit Tagen keine E-Mails mehr abrufen oder verschicken. Wie GMX-Sprecherin Eva Heil am Dienstag bestätigte, hat eine unbekannte Person am Freitag im Namen von GMX bei der zentralen Registrierungsstelle für internationale Internet-Adressen Network Solutions (NSI) eine Umleitung der Internetanschrift von gmx.net beantragt. Auf Grund der fehlerhaften Einträge wurden sämtliche E-Mails statt an den Rechner von GMX auf einen dafür nicht vorgesehenen Computer geschickt. Zwar hat NSI den Angaben zufolge bei GMX angefragt, ob alles seine Richtigkeit hat. Die US- Registrierungsstelle habe die Umleitung aber trotz einer Verneinung eingerichtet. Diese sei GMX zufolge erst am Dienstag wieder rückgängig gemacht worden. Wer die Seite www.gmx.net ansteuern wollte, kam entweder gar nicht auf die Seite oder landete woanders. Entwarnung GMX habe bereits seit Freitag alle wichtigen deutschen Internet-Service-Dienste über das Problem informiert, teilte das Unternehmen mit. Dort wurden die Rechner dann manuell umgestellt, damit die E-Mails wieder an die richtige Adresse geschickt werden konnten. "Die Behebung des Fehlers entzog sich leider vollständig unserem Verantwortungsbereich", sagte GMX-Geschäftsführer Karsten Schramm. Wie viele Kunden genau von dem Problem betroffen waren, konnte GMX am Dienstag nicht sagen. Rund vier Millionen registrierte Kunden nutzen die Dienste des Unternehmens. Die Probleme sind mittlerweile behoben. Das liest sich auf der Homepage-des Freemail-Anbieters wie folgt: Es kann aufgeatmet werden, denn alle Name-Server der Domain "gmx.net" sind wieder richtig konfiguriert, will heißen: alle Anfragen mit der Endung "gmx.net" werden im gesamten Internet richtig geleitet. Die Registrierstelle für internationale Domainnamen Network Solutions hat alle notwendigen Eintragungen berichtigt . Ihre e-mails mit der Endung ".net" kommen alle bei Ihnen an, möglicherweise aufgrund des Vorfalls verspätet. (Reuters/red)