Wien - Die ÖVP wird die Verkürzung des Grundwehrdienstes alleine durchziehen. Ab 1. Jänner 2006 soll der Wehrdienst statt acht nur mehr sechs Monate dauern, berichtete die "Kleine Zeitung" (Freitag-Ausgabe). Verteidigungsminister Günther Platter (V) kann dies im Alleingang durchziehen, weil das Wehrgesetz nur sechs Monate vorsieht. Die FPÖ wird "nicht im Boot sein", erklärte dazu Vizekanzler Hubert Gorbach.

"Das muss die die ÖVP dann auch verantworten", sagte Gorbach, aber "eine elegante Lösung ist das nicht". Platter wird die Verkürzung der Wehrpflicht morgen in der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Bundesheerreform-Kommission, Helmut Zilk, bekannt geben.

Die Dauer des Grundwehrdienstes ist im Par. 20 des Wehrgesetzes geregelt: "Der Grundwehrdienst dauert sechs Monate. Sofern militärische Interessen es erfordern, können Wehrpflichtige zur Leistung des Grundwehrdienstes in einer den jeweiligen militärischen Erfordernissen entsprechenden Dauer von mehr als sechs Monaten, höchstens jedoch in der Dauer von acht Monaten herangezogen werden." (APA)