Nach der Tsunami Katastrophe vom 26. Dezember 2004 sind es vor allem Frauen und Kinder, die unter großem Druck stehen: in wirtschaftlicher, sozialer und psychischer Hinsicht. Durch den Tsunami sind ganze Familienverbände auseinander gerissen und zerstört worden, viele Kinder haben ihre Eltern, Menschen ihre Partner verloren und Kinder sind in Gefahr, missbraucht zu werden.

Dr. Neela Valli, Direktorin der Initiative Women in Development /Chennai, Indien, wird zur aktuellen Situation in der Region sprechen, ein Video zeigen sowie die Arbeit ihrer Initiative das gemeinsame Projekt mit Frauen ohne Grenzen vorstellen: den Aufbau eines Zentrums in der südindischen Region Chennai, die vom Tsunami besonders betroffen ist. Das Zentrum soll Frauen dabei unterstützen, aktiv in der Dorf- und Familiengemeinschaft Wiederaufbau zu leisten und dazu beitragen, ökonomisch und psychologisch gestärkt einen Neuanfang zu starten. Vor allem den existierenden Bedrohungen von Gewalt gegen Kinder müssen sie durch den Aufbau der notwendigen Strukturen begegnen können.

Internationale Organisationen und das Europäische Parlament fordern dezidiert dazu auf, bei Krisen und Katastrophen Frauen mit ihren Anliegen, Ängsten, aber auch ihren Stärken, aktiv in den Wiederaufbau und in die gesellschaftlichen Heilungsprozesse einzubinden. (red)