San Francisco - Im vergangenen Jahr haben die Angriffe auf Computersysteme in Banken, Unternehmen und Regierungsorganisationen drastisch zugenommen. Die nachweisbaren Verluste hätten sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer Summe von umgerechnet 530 Mill. DM (271 Mill. Euro/3,73 Mrd. S) mehr als verdoppelt, heißt es in einer am Mittwoch in San Francisco veröffentlichten Studie des amerikanischen Computer Security Institute und der Bundeskriminalpolizei FBI. Mehr als 90 Prozent von 643 befragten Unternehmen hätten eine Sicherheitsverletzung in ihren Computersystemen festgestellt, geht nach Medienberichten aus dem Report weiter hervor. Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch weitaus höher, da eine große Zahl der Attacken unbemerkt bleibe. Außerdem gäben es manche Firmen ungern zu, dass sie Opfer eines Cyber-Angriffs waren. Der Studie zufolge nahmen sowohl die "gewöhnlichen" Bedrohungen - wie Computerviren, Laptop-Diebstahl oder der Internet-Missbrauch durch Angestellte - als auch schwerwiegendere Sicherheitsverletzungen rapide zu. Dazu gehörten der Diebstahl patentrechtlich geschützter Informationen, Finanzbetrug, das Eindringen Außenstehender in die Computersysteme, Netzwerk-Sabotage oder Attacken, die eine Webseite lahm legen. Mindestens 74 Prozent der befragten Unternehmen hätten solche Sicherheitsverletzungen erfahren. Erst im Februar waren einige der populärsten Internet-Seiten - etwa Yahoo - durch die bisher größte Hacker-Offensive stundenlang blockiert. (APA/dpa)