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Los Angeles - Erleben durfte er es nicht mehr: Der am 10. Juni 2004 verstorbene Soulsänger Ray Charles (Bild: Archivaufnahme aus dem Jahr 2002) ist der große Abräumer der in der Nacht auf Montag vergebenen Grammy Awards. Acht der begehrten Musikpreise, auch in der Hauptkategorie "Bestes Album" (für "Genius Loves Company"), gingen an den Schöpfer der Soul-Musik.

Unter anderem bekam Ray Charles posthum eine Auszeichnung in der Kategorie für die beste Aufnahme und die beste Single des Jahres.

Foto: APA/EPA/Urs Flueeler

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Duett mit Norah Jones

Gemeinsam mit Norah Jones wurde er zudem für das Duett "Here We Go Again" ausgezeichnet (im Bild: Norah Jones mit Ray Charles' Manager Joe Adams).

Die beiden setzten sich in dieser Kategorie gegen die Black Eyed Peas, Green Day, Los Lonely Boys und Usher durch. "Ich fange gleich an, zu weinen", sagte Jazz-Sängerin Jones. Der Preis mache deutlich, wie wundervoll Musik sein könne. "Zusammen mit Ray Charles ist das hundertprozentig so."

Foto: REUTERS/Gary Hershorn

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Dem Gedenken an Ray Charles war ein großer Teil der Show im Staples Center gewidmet. Der Schauspieler Jamie Foxx, der für die Verkörperung des Soul-Genius im Film "Ray" für einen Oscar nominiert ist, begeisterte mit seiner Interpretation des Charles-Welthits "Georgia On My Mind".

(im Bild links unten: Bonnie Raitt and Billy Preston mit "Do I Ever Cross Your Mind".)

Foto: AP/Kevork Djansezian

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Alicia Keys auf der Siegerstraße

Zu den anderen herausragenden Gewinnern der Grammy-Nacht gehörten die R&B-Musiker Alicia Keys und Usher mit vier sowie drei Auszeichnungen. Keys war insgesamt acht Mal nominiert.

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Beste Popsängerin: Norah Jones

In der Kategorie als beste Popsänger wurden Norah Jones und John Mayer ausgezeichnet. Jones bekam den Preis für ihren Song "Sunrise". Sie setzte sich gegen Björk, Sheryl Crow, Gwen Stefani und Joss Stone durch.

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John Mayer: bester männlicher Popinterpret

John Mayer wurde als bester männlicher Popsänger für das Lied "Daughters" geehrt. Er schlug Elvis Costello, Josh Goban, Prince und Seal aus dem Rennen.

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Drei Grammys für U2

Die irische Rockband U2 holte sich drei Grammys. U2's "Vertigo" wurde als bester Rocksong prämiert, außerdem erhielt die Gruppe einen Grammy für das beste Video und die beste Performance.

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Bestes Rock-Album von "Green Day"

Den Preis für das beste Rock-Album gewann die Band Green Day mit ihrer punkigen Politrock-Oper "American Idiot". Darin nehmen sie das neo-konservative Amerika unter George W. Bush kräftig auf die Schaufel.

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Trophäe für Brian Wilson

Zu den zahlreichen weiteren Gewinnern der Grammy-Nacht mit Preisen in insgesamt 107 Kategorien gehörten auch die Los Lonely Boys und der Beach-Boys-Gründer Brian Wilson. Er wurde für einen Song seines erst drei Jahrzehnte nach der Einspielung veröffentlichten Albums "Smile" ausgezeichnet.

Foto: AP/Reed Saxon

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Der HipHop-Musiker und -Produzent Kanye West, der mit zehn Anwartschaften der große Favorit war, schnitt weniger gut ab, als erwartet.

Er holte sich aber die Grammys für das beste Rap-Album mit seiner CD "The College Dropout" sowie für den besten Rap-Song mit "Jesus Walks".

Foto: AP/Reed Saxon

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"Bester neuer Künstler": Maroon5

Entgegen allen Erwartungen gewann West eben nicht den Grammy in der Kategorie "Bester neuer Künstler". Dieser Preis ging an die Popband Maroon5 (im Bild).

Britney Spears, deren Karriere ihren Höhepunkt nach Ansicht vieler schon überschritten haben dürfte, gewann den ersten Grammy ihrer Karriere - für die beste Dance-Aufnahme ("Toxic").

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Viel länger als sie musste der 60-jährige britische Poprocker Rod Stewart auf so eine Anerkennung warten. Mit 60 bekam er nun seinen ersten Grammy, und zwar für das "beste traditionelle Pop-Gesangsalbum". "Nach all den Jahren hatte ich mich schon mit dem Gedanken angefreundet, nicht mehr zu gewinnen", ließ Stewart aus Australien wissen, wo er gerade auf Tournee ist. Er gewann ihn mit dem Album "The Great American Songbook Volume III".

Foto: APA7dpa/PA/Yui Mok

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Jennifer Lopez und Marc Anthony

Die US-Pop- und Filmdiva Jennifer Lopez und der Schmusesänger Marc Anthony boten bei der Grammy-Zeremonie zum ersten Mal seit ihrer Hochzeit eine gemeinsamen musikalischen Auftritt. Die beiden Latino-Stars sangen auf Spanisch den Song "Escapémonos", der sich als Bekenntnis zum Ausschluss der Öffentlichkeit aus ihrem Privatleben deuten lässt.

Foto: REUTERS/Gary Hershorn

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Melissa Etheridge zu Ehren von Janis Joplin

Eine der eindrucksvollsten Musikdarbietungen der Nacht war der Auftritt der kahl geschorenen Rockerin Melissa Etheridge. Es war ihr, erster seit sie wegen Brustkrebs operiert wurde und eine Strahlentherapie hinter sich brachte. Etheridge sang zu Ehren von Janis Joplin, die postum mit einem Lebenswerk-Grammy ausgezeichnet wurde, deren Superhit "Peace of My Heart".

Foto: AP /Kevork Djansezian

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Ernste Musik

Die Mozart-Produktion "Le Nozze di Figaro", dirigiert vom künstlerischen Leiter der Innsbrucker Festwochen, Rene Jacobs, hat bei den diesjährigen Grammy-Awards in der Kategorie "Beste Opern-Aufnahme" gewonnen. Jacobs dirigierte für diese Produktion, bei der auch die Salzburger Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager mitwirkte, das Concerto Köln.

Der Salzburger Violinist Thomas Zehetmair war in der Klassik-Kategorie "Best Instrumental Soloist Performance" nominiert, hatte aber das Nachsehen gegenüber dem schottischen Klassik-Gitarristen David Russell mit seiner Produktion "Aire Latino". Auch die deutsche Violinistin Anne-Sophie Mutter wurde bei der Zeremonie in Los Angeles geehrt - für eine Einspielung von "Previn Violin Concerto + Bernstein Serenade" zusammen mit dem Londoner Symphonie-Orchester. (APA/Reuters)

Foto: AP/Reed Saxon