Verbraucherschützer verklagen die Online-Musikanbieter Apple und Sony in Frankreich. Wie die Organisation UFC-Que Choisir am Montag in Paris ankündigte, sollen sich beide Unternehmen wegen Irreführung ihrer Kunden verantworten, weil sie im Internet Musikstücke anbieten, die tragbar jeweils nur auf Marken-eigenen Geräten abgespielt werden können. Zum Schaden der Verbraucher versuchten Apple und Sony, den Online-Musikmarkt aufzuspalten, hieß es.

DRM

Wer auf der Website Sony Connect oder bei Apples Internet-Angebot iTunes Musikstücke herunterlade, kaufe in Wirklichkeit Dateien, die durch ein Programm zur Verwaltung der Urheberrechte (Digital Rights Management, DRM) geschützt seien, betonten die Verbraucherschützer. Wer die Songs unterwegs anhören wolle, müsse sich dann tragbare Geräte von Sony einerseits oder den iPod von Apple kaufen, denn nur diese seien in der Lage, die jeweiligen Datenformate zu entschlüsseln.

Einkausfort kann nicht frei gewählt werden

Durch die untereinander inkompatible Verschlüsselung könnten Verbraucher Ausstattung und Einkaufsort nicht frei wählen, monierte UFC-Que Choisir, zudem werde die freie Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Gütern gehemmt. Apple Computer France und das Unternehmen iTunes Sarl werden in Paris verklagt, Sony France sowie Sony United Kingdom als Web-Host des Dienstes Sony Connect in Nanterre. (APA)