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The Donnas
Foto: APA/HAUPTMANN Wolfgang

Wien - "Frauenrockbands werden oft wie Aliens betrachtet. Manche Männer wollen es nicht wahr haben, dass Frauen richtig gut rocken können." Schlagzeugerin Torry Castellano nimmt solche Vorurteile eher gelassen, schließlich überzeugt ihre Band The Donnas das Publikum seit Jahren vom Gegenteil. "Gold Medal" (Warner) heißt die aktuelle Platte der Formation, am 3. März gastieren die Amerikanerinnen im Wiener Flex.

Welche musikalischen Einflüsse gibt es?

"Auch wenn man den Geschmack immer wieder ändert, kehrt man doch zu seinen Wurzeln zurück", betonte die Drummerin. "Erst gestern habe ich 'Rock And Roll Over' von Kiss gehört. Außerdem mögen wir alle Tom Petty - ich denke, seine Arbeit hat uns zuletzt stark geprägt. Die neue CD sollte diesen typischen Rock 'n' Roll-Groove haben, so wie 'Brown Sugar' von den Rolling Stones. Es ist Rock, aber man kann auch gut dazu tanzen."

Unterm Strich Rock 'n' Roll

Zum ersten Mal haben The Donnas intensiver Tasteninstrumente eingesetzt. "Trotzdem passen die Songs gut zum alten Material", meinte Castellano. "Es ist witzig, dass wir extrem unterschiedliche Kritiken für 'Gold Medal' bekommen. Einige meinen, das Album sei zu wenig hart, andere schreiben, es sei unsere härteste Scheibe. Wir lassen uns von vielen Seiten inspirieren, das mag die Unterschiede zwischen den einzelnen Songs erklären. Unterm Strich steht Rock 'n' Roll..."

"Wir sind keine Girlband"

Ihre Künstlernamen - Torry nannte sich früher Donna C. - haben die Frauen mittlerweile fallen gelassen. Castellano: "Das hat von der Musik abgelenkt. Die Leute haben sich mehr mit den Pseudonymen als mit unseren Songs beschäftigt. Es gibt da auch einige Magazine, die lieber Fotos von uns bringen, als sich mit unserer Arbeit auseinander zu setzen. Wir sind keine Girlband, sondern eine Rockband. Dass wir spielen können, haben wir bewiesen. Seit dem Gründungstag ging es uns nur darum, die besten zu sein." (APA)