Wien/Eisenstadt - Bugenlands Landeshauptmann Hans Niessl (S) hat das Ziel, die Bank Burgenland "rasch" zu privatisieren. Und er hofft auch auf einen möglichst hohen Privatisierungserlös.

Die Bank Burgenland habe Tritt gefasst, sagte Niessl am Sonntag in der ORF-Pressestunde. Ziel sei die Privatisierung, "und ich hoffe, dass wir einen möglichst hohen Preis bekommen". Wie viel die Bank jetzt wert sei, wollte Niessl jedoch nicht verraten, weil Aufsichtratspräsident Christoph Herbst bereits in Gesprächen sei, wie der Landeshauptmann fest hielt.

Am österreichischen Finanzmarkt wird - wie berichtet - das jüngste Abfindungsangebot für den free float als eine erste Indikation für eine aktuelle Bewertung betrachtet. Am 9. Februar hatte das Land beschlossen, den zum Teil börsenotierten Streubesitz der Bank Burgenland aufzukaufen und die Bank vor dem Verkauf von der Börse zu nehmen. Gemessen an dem gebotenen Abfindungspreis von 21 Euro je Vorzugsaktie bewertete das Land die Bank mit insgesamt 54 Mio. Euro. Damit dürfte sich eine neue Range für einen Mindestpreis herausbilden, hieß es Anfang Februar im Markt. Während für Finanzinvestoren der Börsewert als maßgeblich gilt, wird üblicherweise von einem strategischen Käufer der gesamten Bank eine "Prämie" erwartet. (APA)