Wien - Die fünfte Auflage des schwul-lesbischen Festivals Wien ist andersrum trägt sein Anliegen im Untertitel: "Das Festival des Widerstands vom anderen Ufer". Vom 6. April bis 13. Mai tritt man wieder "lustvoll (selbst)ironisch" gegen die politischen Verhältnisse in Erscheinung. Die Eröffnungsgala findet im Hernalser Metropol mit einem Querschnitt durch das Festivalprogramm statt. Daneben nistet man sich in der Revuebar Casanova in der Dorotheergasse ein. Entertainerin Irmgard Knef gibt dort am 7. April die "illegitime Schwester" der großen Hildegard Knef; der englische Publikumsliebling Jackie Clune trifft am 28. April in einer "Camp Night" auf die hiesige Schwulenikone Dagmar Koller. Die Wiener Katastrophengruppe "Villa Valium" zeigt ihr Programm Höllenflug der Speed-Star XL13. Außerdem führt Karl Ferdinand Kratzl im Tiergarten Schönbrunn in die Vielfalt der tierischen Liebe ein. Im Imperial Kino zeigt man erstmals "Karaoke Kino" und am English Theatre outet Performerin Ursula Martinez sich und ihre Eltern. Eine neue Kulturauszeichnung gibt es am 12. Mai: den Gustaf-Gründgens-Preis für kulturpolitische Anpassungsfähigkeit. Dem ironischen Schlagerkult verfällt die abschließende "Andersrum-Songcontest-Party". (hil)