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Die Arbeiterkammer wünscht sich, dass man die Infos auf dem Kontoauszug nicht mit der Lupe suchen muss.

Foto: APA/dpa/dpaweb/Büttner
Wien - Kontoauszüge der Banken informieren höchst unterschiedlich, wichtige Informationen fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test der AK-Konsumentenschützer, die bei sechs Wiener Banken die Kontoauszüge von privaten Girokonten unter die Lupe genommen haben. Kritisiert werden unklare Codes, unverständliche Abkürzungen, fehlende Informationen wie Zinssatz für Guthaben und Überziehungen, unaufgeschlüsselte Buchungsspesen, unnötige Werbebotschaften, zu große Bank-Logos sowie eine zu kleine, dünne Schrift.

Eine Milliarde Transaktionen jährlich

Auf privaten Girokonten in Österreich werden nach Angaben der Arbeiterkammer (AK) jährlich rund eine Milliarde Transaktionen wie Bankomatbehebungen, Daueraufträge oder Überweisungen abgewickelt. Daher sei es "wichtig, dass der Kontoauszug für die Verbraucher verständlich und übersichtlich gestaltet ist und die wichtigen Informationen enthält", heißt es in einer AK-Aussendung vom Dienstag.

AK-Konsumentschützer Harald Glatz fordert daher mehr gesetzliche Regeln zu Gunsten der Bankkunden. Statt Werbebotschaften oder zu großer Logos seien wichtige Informationen am Kontoauszug "viel entscheidender".

Strengere Vorschriften gefordert

Die jetzigen gesetzlichen Vorschriften für Kontoauszüge im Bankwesengesetz gehen der Arbeiterkammer zu wenig weit: So müsse etwa nur einmal vierteljährlich der Kontostand am Kontoauszug bekannt gegeben werden. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Bekanntgabe der verrechneten Zinssätze am Kontoauszug gebe es beispielsweise nicht. Überprüft hat die AK Kontoauszüge bei Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), PSK, Bawag, Erste Bank, Volksbank Wien und Raiffeisen Niederösterreich-Wien.

Überziehungsrahmen, Behebungslimits etc.

Konkret fordern die AK-Konsumentenschützer die Bekanntgabe des Überziehungsrahmens auf dem Kontoauszug: Wurde ein solcher vereinbart, sollte er laufend ersichtlich sein. Zudem sollte regelmäßig über Guthaben- und Sollzinssatz informiert werden. Denn derzeit werde bei den Zinsen am Kontoauszug nur auf den Bankaushang verwiesen. Zumindest einmal im Jahr sollte der Kunde auch auf Behebungslimits für Bankomat und Geldausgabeautomat im Foyer hingewiesen werden, verlangt die AK. Darüber hinaus sollten Kontoauszüge besser lesbar und übersichtlicher sein. (APA)