Wien - Die Generali Vienna Group hat 2004 das Prämienvolumen gesteigert und unter dem Strich ihren Jahresüberschuss mehr als verdoppelt.

Wie die börsenotierte Generali Holding Vienna am Donnerstag ad hoc mitteilte, erhöht die Versicherung die Dividenden für 2004 von 20 auf 25 Cent, dazu kommt ein Bonus von 5 auf 17 Cent je Stückaktie, insgesamt also steigt die Ausschüttung je Aktie von 25 auf 42 Cent. Es wird somit ein Betrag von 26,9 Mio. Euro ausgeschüttet, um 68 Prozent mehr als im Jahr davor.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Generali Vienna Group hat sich mit 90,2 (nach 32,5) Mio. Euro beinahe verdreifacht, der Jahresüberschuss im Konzern hat sich mit 52,4 (20,5) Mio. Euro mehr als verdoppelt.

In Summe haben die 13 Versicherungsgesellschaften der Gruppe das Prämienaufkommen um 6,7 Prozent auf 2,83 Mrd. Euro gesteigert. In der Lebens- und Krankenversicherung betrug der Zuwachs 10,7 Prozent auf 1,03 Mrd. Euro, in der Schaden-/Unfallversicherung kletterten die Prämien um 4,5 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro.

Der Anteil der Lebens- und Krankenversicherung am gesamten Prämienaufkommen erhöhte sich damit auf 36,5 Prozent.

"Fitness-Programm"

Das "Fitness-Programm" der vergangenen Jahre habe zu Rekordergebnissen für die heimische Generali-Gruppe geführt, meint Konzernchef Karl Stoss. Mit einem Rückgang der Versicherungsleistungen und Schadenzahlungen um 3,6 Prozent auf 2,02 Mrd. Euro verbesserte die Generali Vienna Group auch ihre Combined Ratio (brutto) von 97,2 auf 94,9 Prozent.

Stoss führt dies "auf eine selektive Zeichnungspolitik, ein sehr aktives Schadenmanagement und auch einen besonders gutmütigen Wettergott" zurück. Zum Vergleich: 2002 lag die Combined Ratio vor allem wegen der Hochwasserkatastrophe bei 116,4 Prozent.

Wachstumsmotor Osteuropa

Besonders starke Zuwächse habe die österreichische Generali-Gruppe bei Ergebnis und Prämien in Mittel- und Osteuropa (CEE) verzeichnet, wo die Maßnahmen zur Steigerung des Prämienaufkommens und des Jahresüberschusses gegriffen hätten.

In den sieben Ländern Ungarn, Tschechien, Polen, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Kroatien wuchs das Prämienaufkommen um 26,2 Prozent auf 794,4 Mio. Euro. Die Region steuert damit bereits 28 (2003: 23,7) Prozent zum gesamten Prämienkuchen der Gruppe bei, geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung vom Donnerstag hervor.

Die Lebens- und Krankenversicherung im CEE-Raum legte um 30,8 Prozent auf 238,8 Mio. Euro zu, in der Schaden- und Unfallversicherung betrug das Plus 24,3 Prozent auf 555,7 Mio. Euro. Die Generali-Versicherungsgesellschaften in Mittel- und Osteuropa verdreifachten ihren Jahresüberschuss 2004 auf 22,6 Mio. Euro, nachdem dieser Wert im Jahr 2003 mit 7,1 Mio. Euro erstmals positiv ausfiel. (APA)