Wien - Die Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, sie ist vorwiegend im Alpen-Adria-Raum aktiv, öffnet sich Investoren und hat nun endgültig für 2007/08 den Gang an die Wiener Börse fixiert.

Marktkapitalisierung von 2,4 Milliarden Euro

Dort werde sie mit einer voraussichtlichen Marktkapitalisierung von 2,4 Mrd. Euro eines der größten gelisteten Unternehmen sein, kündigte der Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Kulterer, am Mittwochabend in Wien vor Journalisten an.

Eine ähnlich hohe Marktkapitalisierung weist aktuell etwa die voestalpine auf. Der gesamte Marktwert aller im ATX vertretenen Unternehmen beträgt derzeit rund 54 Mrd. Euro.

Bei der Sitzung des 52 Prozent-Mehrheitseigentümers, der Kärntner Landesholding, vor einer Woche sei nicht nur die Ausgabe der geplanten 500 Mio. Euro-Wandelschuldverschreibung sondern auch der Börsegang fixiert worden, sagte Kulterer

"In den letzten neun Monaten ist viel geschehen, wichtige Dinge sind jetzt in der Pipeline", so der Hypo-Chef. Für die Eigentümerstruktur - die Grazer Wechselseitige Versicherung AG hält derzeit die restlichen 48 Prozent - sei 2004 eines der wichtigsten Jahre und entscheidend für die weitere Zukunft der Bank gewesen.

Kapitalerhöhung

Vor dem Börsegang wird es laut Kulterer noch eine 4-prozentige Kapitalerhöhung für ein Mitarbeiteraktienprogramm geben, wobei die beiden Altaktionäre auf ihr Bezugsrecht verzichten werden. Ein geeigneter Zeitpunkt dafür sei der Herbst 2005, so der Hypo-Chef.

Die Kapitalerhöhung werde zwischen 50 und 70 Mio. Euro ausmachen. Für alle rund 4500 Mitarbeiter werde eine Mitarbeiterstiftung eingerichtet. Grundsätzlich werde das Programm allen Mitarbeitern offen stehen, die Aktienzuteilung werde aber nach bestimmten Kriterien erfolgen.

Auch Finanzierungsmodelle will die Bank ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Vorstellbar sei auch, dass ein Teil der Prämien in Aktien ausbezahlt werden, so Kulterer.

Wandelschuldverschreibung

Für die Wandelschuldverschreibung seien die Konditionen und Bedingungen fixiert worden. Die Anleihe werde Ende April privat platziert werden und eine Verzinsung in Euribor-Höhe aufweisen. Heute, Donnerstag, soll es letzte Gespräche mit dem Leadmanager, der Londoner HSBC, geben.

Die HSBC werde die Ausgabe treuhändisch im Namen und auf Rechnung der Landesholding durchführen. Das Volumen sei mit mindestens 500 Mio. Euro festgelegt. Es könnte aber auch höher - bis zu 700 Mio. Euro - gehen. Kulterer möchte es aber eher mit 500 Mio. Euro begrenzen. (APA)