Wien - Die börsenotierte Immobiliengesellschaft Meinl European Land holt sich im März über eine Mega-Kapitalerhöhung 560 Mio. Euro Erlös zur weiteren Finanzierung des dynamischen Wachstums im CEE-Raum. Von 3. bis 18. März werden 42 Mio. Jungaktien zu einem Bezugspreis von je 13,65 Euro angeboten, gab das Unternehmen am Freitag bekannt.

Nach Abschluss der Kapitalerhöhung im Verhältnis 9:7 werden 96 Mio. Aktien an der Wiener Börse notieren, was beim derzeitigen Aktienkurs von zuletzt 13,66 Euro einer Börsekapitalisierung von mehr als 1,3 Mrd. Euro entspricht. Bei der Emission handelt es sich um die drittgrößte Kapitalaufstockung der vergangenen Jahre am Wiener Kapitalmarkt.

Weitere Expansion in CEE

Mit den Erlösen will Meinl European Land die Marktposition in Zentral- und Osteuropa festigen. Dabei stehe vor allem der Ausbau der Aktivitäten in den neuen Märkten Polen, Russland, Slowakei und Rumänien im Vordergrund. Investieren wolle man wie bisher in langfrisstig vollvermietete Retail-Immobilien.

2005 Mieterlösverdoppelung

Die Mieterlöse der Meinl European Land werden sich 2005 mehr als verdoppeln, und das Wachstumstempo der in osteuropäische Retail-Immobilien investierenden Gesellschaft wird sich dadurch heuer noch weiter beschleunigen, sagte Francis Lustig, Aufsichtsratschef der Meinl Success Finanz AG, am Freitag zur APA.

2004 habe Meinl European Land knapp über 48 Mio. Euro Mieterlöse auf annualisierter Basis eingenommen, in der Periode seien es rund 28 Mio. Euro gewesen. "Heuer rechnen wir mit erheblich mehr als einer Verdoppelung auf annualisierter Basis", so Lustig. Im Vorjahr lag die Rendite der rund 600.000 m2, die zu knapp 98 Prozent vermietet waren, bei 9,79 Prozent, bezieht man die Nettomieterlöse auf die Buchwerte.

Von der Mieterstruktur her waren Ende 2004 unter anderem 15 Prozent der Einkaufszentren- und Supermarktflächen an Julius Meinl (JM) vermietet, 12 Prozent an Spar, 9 Prozent an Ahold, 5 Prozent an Rewe, 4 Prozent an Nomi, 3 Prozent an Delhaize, 2 Prozent an Metro, der Rest an Tengelmann, Carrefour, Deichmann und lokale Unternehmen.

In den neuen EU-Mitgliedsstaaten liegen die Renditen laut jüngster Markteinschätzung der Meinl European Land vom Jänner rund 30 Prozent über dem westeuropäischen Schnitt. Die Mieten lägen noch unter EU-Schnitt, würden aber weiter steigen, so dass mittelfristig mit einer Angleichung zu rechnen sei, so Lustig. (APA)