Die Ausstrahlung der Dokumentation über Hitlers Familie am 4. März ist nur ein Auftakt: Die ORF-Hauptabteilung Bildung und Zeitgeschehen hat für den Frühling einen umfangreichen Zeitgeschichte-Schwerpunkt weit über die Aktivitäten zum Jubiläumsjahr 2005 zusammengestellt. Klaus Hipfl, Ressortleiter in der Abteilung, hofft auf nachhaltige Programmeffekte: Er wünscht sich "ein eigenes Zeitgeschichte-Format" für das ORF-TV. "Wir arbeiten zur Zeit an so etwas", sagte er am Donnerstag vor Journalisten.

"Sehr hohe Marktanteile" bei zwölf- bis 29-Jährigen

Richtig aufbereitet könnten diese Themen nämlich auch junge Zuschauer ansprechen, meint Hipfl. Sendungen zum Thema 1934 im Vorjahr hätten gerade bei den zwölf- bis 29-Jährigen "sehr hohe Marktanteile" erzielt.

Der Frühling bringt Zeitgeschichte unter anderem mit Elisabeth Scharangs TV-Drama "Mein Mörder" über den Spiegelgrund in die heimischen Wohnzimmer (22. März), Dokumentationen befassen sich unter anderem mit Fritz Grünbaum (3. April), Adolf Eichmann (10. April), und Hollywood und dem Holocaust (17. April). Am 20. April startet Hugo Portischs vierteilige Doku-Reihe "Die Wiedergeburt Österreichs". Der Dreiteiler "Speer und Er" mit Tobias Moretti als Adolf Hitler wird voraussichtlich im Mai zu sehen sein. (APA)