Unlängst stand hier, vielleicht ein wenig kühn verkürzt: Die Wirtschaft muss besser von uns leben als wir von ihr, erst dann leben wir gut. - Das hat Leser und Leserinnen ermuntert, ausführlicher in die Materie einzusteigen: Wie sehr brauchen wir die Wirtschaft (und umgekehrt), damit es uns (und ihr) so geht, wie es uns (und ihr) geht? Hier die kleine marktphilosophische Doktrin vom Februar 2005.

I: Vertrauen wir unserem Verbrauch, geht es der Wirtschaft gut. Verbrauchen wir unser Vertrauen, geht es der Wirtschaft schlecht. Geht es der Wirtschaft schlecht, geht es uns schlechter. Damit es uns besser geht, muss es der Wirtschaft wieder gut gehen. Kann es uns nicht mehr schlechter gehen, geht es der Wirtschaft langsam besser. Geht es der Wirtschaft besser, vertrauen wir unserem Verbrauch.

II: Geht es uns allen gleich gut, dann geht es uns allen nicht sehr gut. Geht es uns allen verschieden gut, dann geht es nur einigen wenigen sehr, sehr gut. Geht es einigen wenigen sehr, sehr gut, dann geht es einigen vielen sehr schlecht.

III: Folgerung, Gegenprobe, Schlussbetrachtung: "Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es der Wirtschaft gut." (Dipl.-Ing. Thomas F., Graz, 19.2.2005. Zitat noch ungeschützt.) (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.2.2005)