Wien - Grundlage des Dienstrechts für alle Mitarbeiter der BA-CA ist künftig der Banken-Kollektivvertrag in der geltenden Fassung.

Höhe der Gehälter bleibt bestehen

Die Gehälter der Mitarbeiter bleiben in der Höhe unverändert bestehen; dies gelte auch für bestehende Gehaltszulagen und Pauschalien. Die zukünftigen, automatischen Gehaltssteigerungen orientieren sich für die Übergangszeit an den Einschleifregelungen des neuen Sparkassen-KV, der im Oktober vom Sparkassenverband und der Gewerkschaft vorgestellt wurde. Die Übergangszeit dauere je nach Dienstalter ein bis etwa zehn Jahre und entspreche damit dem so genannten "Vertrauensschutz", der im neuen Sparkassen-KV zugrundegelegt wurde, so die BA-CA.

Nach der Einschleifregelung orientieren sich Vorrückungen nach dem Schema des Banken-KV, das die Dynamik der automatischen Gehaltssteigerungen einbremsen soll. Erste Effekte erwartet sich die BA-CA schon 2007 - und nicht, wie vom Betriebsrat gefordert, erst 2012.

Mitarbeiter sollen "stärker am Erfolg partizipieren"

Das Gehalt der Mitarbeiter werde sich künftig deutlich stärker an der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und an den persönlichen Leistungen des Mitarbeiters orientieren, die Mitarbeiter sollen dafür "verstärkt am Erfolg des Unternehmens partizipieren", wie es in der Aussendung der BA-CA weiter heißt. Für das Jahr 2004 hat der Vorstand aufgrund der sehr guten Ergebnisse den Budgettopf um 70 Prozent von 19,9 auf 33,9 Millionen Euro erhöht. Der Bonus werde bereits im April an die Mitarbeiter ausgeschüttet, außerdem soll es künftig ein "Fördersystem für außertourliche Avancements und besondere Leistungen" geben.

Keine neuen Pragmatisierungen

Die BA-CA wird weiters keine neuen Pragmatisierungen mehr vornehmen; die mehr als 4.000 bestehenden Definitivstellungen bleiben davon unberührt. Sollte ein beim OGH anhängiges Gerichtsverfahren zu einem anderen Ergebnis kommen, werde die BA-CA "dem selbstverständlich Rechnung tragen".

Normalarbeitszeit 38 Stunden

Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt mit 1. April 38 statt bisher 37 Stunden. Dies, obwohl der Banken-KV 38,5 Stunden vorsehe, wie man bei der BA-CA betont. Für neu eintretende Mitarbeiter werden deshalb mit dem Monatsbezug 2 Mehrstunden abgedeckt.

33 statt 36 Tage Urlaub

Der Urlaubsanspruch bestimmt sich ab 1. April 2005 ebenfalls nach dem Banken-KV. Bestehende Urlaubsregelungen bleiben für 2005 aufrecht. Danach wird der Urlaub an den Banken-KV angepasst, wobei pro Jahr nur ein Urlaubstag und insgesamt maximal drei Urlaubtage wegfallen dürfen. Der Maximalurlaubsanspruch betrug nach dem alten System der BA-CA (BV 69) 36 Tage und mehr, im Banken-KV sind es 33 Tage. Bestehende Zusatzurlaube für Arbeitserschwernisse und für behinderte Mitarbeiter bleiben unangetastet, so die BA-CA. (red)