Das Image der großen Privatsender hat sich beim jüngeren TV-Publikum in den vergangenen Jahren verbessert - zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte langfristig angelegte Untersuchung des ProSieben-Vermarkters SevenOne Media. Vor allem in den Kategorien Spielfilme und Unterhaltung sei das Ansehen von Sat.1, ProSieben und RTL deutlich gestiegen. Die vom Marktforschungsinstitut Forsa durchgeführte Studie wird jährlich durch Befragung von 9.000 Zuschauern aus der werberelevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen aktualisiert.

Image-Vorsprung ausgebaut

Bereits 1993 sahen 59 Prozent der Befragten die "besten Spielfilme" bei Sat.1, ProSieben und RTL. Gerade mal 18 Prozent stimmten damals für ARD und ZDF. Dieser Image-Vorsprung konnte in den letzten elf Jahren weiter ausgebaut werden: 2004 stimmten knapp 64 Prozent für die großen Privatsender, während sieben Prozent die öffentlich-rechtlichen Sender in diesem Punkt vorne sahen. Bei der Unterhaltung konnten die drei Privatsender der ersten Generation ihr Ansehen bei den Zuschauern um zehn Prozentpunkte auf 60 Prozent steigern, ARD und ZDF verloren im gleichen Zeitraum zehn Prozentpunkte und lagen 2004 bei zwölf Prozent.

In der Kategorie Nachrichten favorisierten 2004 knapp 40 Prozent die zwei großen öffentlich-rechtlichen Sender. Für Sat.1, ProSieben und RTL sprachen sich etwas mehr als 29 Prozent aus. Der Abstand verringerte sich jedoch innerhalb von zehn Jahren: 1993 erreichten ARD und ZDF noch 65 Prozent der Befragten, die großen Privatsender dagegen weniger als 20 Prozent. (APA)