Der philippinische Telekomriese PLDT hat im vergangenen Jahr vom Mobilfunkboom in dem Inselstaat profitiert und satte Gewinne eingestrichen. Aufgrund des Gewinnsprungs wird der Konzern zum ersten Mal seit vier Jahren wieder eine Dividende zahlen, berichtet das Wall Street Journal. PLDT steigerte seinen Nettogewinn um ein Vielfaches und meldete nach 2,1 Mrd. Pesos (29,3 Mio. Euro) im Vorjahr für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinn von 28 Mrd. Pesos (390,5 Mio. Euro). Der Konzernumsatz kletterte um 13 Prozent auf 126,2 Mrd. Pesos (2,26 Mrd. Euro).

Die Mobilfunksparte Smart konnte zusammen mit dem Tochterunternehmen Piltel im vergangenen Jahr ihre Kundenzahl um 6,2 Millionen auf 19,2 Millionen ausbauen. Piltel hat dabei nach sieben Jahren zum ersten Mal mit einem Nettogewinn in Höhe von 9,75 Mrd. Pesos (136 Mio. Euro) nach einem Verlust von 3,38 Mrd. Pesos (47 Mio. Euro) im Vorjahr aufwarten können. Zusammen halten die Provider einen Marktanteil von 58 Prozent. Die Festnetzsparte des Telekomriesen legte beim Umsatz leicht um drei Prozent auf 48,5 Mrd. Pesos (676,3 Mio. Euro) zu. Die Zahl der Breitbanduser konnte auf 50.000 verdoppelt werden.

Im laufenden Geschäftsjahr 2005 werde die Mobilfunksparte zwar weiterhin der hauptsächliche Wachstumstreiber im Konzern bleiben, der härtere Wettbewerb drücke jedoch auf die Wachstumsraten, sagte PLDT-Präsident Manuel Pangilinan. Der Konzern rechnet mit einem leicht rückläufigen Gewinn in Höhe von 27 Mrd. Pesos (376,5 Mio. Euro). In die Phalanx der beiden Branchenführer PLDT und Globe Telecom, die gemeinsam fast den gesamten Mobilfunkmarkt des Landes kontrollieren, war zuletzt mit Digitel ein erfolgreicher Wettbewerber eingedrungen.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Provider bei den Usern vor allem mit seinem Flatrate-Angebot gepunktet und seine Kundenbasis auf mehr als 1,5 Millionen ausgebaut. Insgesamt besitzen rund 40 Prozent der gut 84 Mio. Einwohner der Philippinen bereits ein Handy. Die Penetrationsrate soll nach Ansicht von philippinischen Analysten in Zukunft rund 80 Prozent erreichen.(pte)