Klagenfurt- Einer der faszinierendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts widmet die Stadtgalerie Klagenfurt eine umfangreiche Werkpräsentation: Rund 300 Exponate - Zeichnungen, Fotografien, Objekte, aber auch Schmuck, Mode und Möbel - der 1913 in Berlin geborenen und 1985 in Basel gestorbenen Künstlerin sind bis zum 5. Juni im Europahaus unter dem Titel "Meret Oppenheim - Die Pelztasse war nur der Anfang" zu sehen.

Meret Oppenheim hat sich nie auf einen Stil festlegen lassen. Bekannt wurde sie durch eine mit Pelz überzogene Tasse, die zum Symbol des Surrealismus wurde. Zu ihrem Leidwesen wurde Oppenheim allerdings immer wieder auf diese "Pelztasse" reduziert. Dabei war ihr Werk ausgesprochen umfangreich: Neben Zeichnungen, Bildern, Objekten und Collagen schrieb sie Gedichte und entwarf fantastische Möbel, Kleider und Schmuck.

Angewandte Kunst

Kurz vor ihrem Tod hatte der Hamburger Galerist Thomas Levy, langjähriger Freund der Künstlerin und Kurator der Ausstellung, zusammen mit Oppenheim die Idee, ihren Entwürfen Gestalt zu geben und einen Großteil ihrer Skizzen zu realisieren. Der Schwerpunkt der Ausstellung in der Stadtgalerie konzentriert sich auf die Arbeiten der angewandten Kunst. Neben zahlreichen Skizzen, Zeichnungen, Gouachen und Skulpturen sind unter anderem eigens zur Ausstellung realisierte Schmuckstücke und Möbelmodelle zu sehen.

Im Anschluss an die Oppenheim-Ausstellung zeigt die Stadtgalerie im Sommer Werke von Paul Klee, die in dieser Zusammenstellung noch nie in Österreich zu sehen waren. Im Herbst folgt eine Rembrandt-Schau. (APA)