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Für Österreichs IT-Markt wird 2005 nur ein geringes Wachstum prognostiziert

Foto: APA/EPA/Andy Rain
Wien - Der heimische IT-Markt wird heuer wieder weniger wachsen. Die Österreich-Tochter von T-Systems, dem System- und Netzwerk-Teilkonzern der börsenotierten Deutschen Telekom, erwartet eine leicht positive Entwicklung des Gesamtmarkts.

Eine Boom-Phase sei aber nicht in Sicht, sagte T-Systems Austria-Chef Rudolf Kemler am Freitag zur APA. Kemler erwartet künftig eine weitere Spezialisierung der Branche: "Was ich klar sehe, ist, dass die Fokussierung weiter fortschreitet. Die mit einem Bauchladen werden es künftig immer schwerer haben."

Kräftiger Umsatzzuwachs 2004

Im Vorjahr konnte T-Systems Austria den Umsatz um 6 Prozent von 209 auf 221 Mio. Euro steigern. Darin nicht enthalten ist die im Mai 2004 von der Raiffeisen Zentralbank (RZB) übernommene Software Daten Service (SDS), die organisatorisch erst bei der deutschen Mutter konsolidiert wird. Der Mitarbeiterstand (ohne DSS) erhöhte sich von 750 auf 800 Personen. Für einen Personalabbau gebe es keine Pläne, sagte Kemler.

Als Wachstumsmotoren haben sich im Vorjahr die Geschäftsbereiche Outsourcing, Telekom-Services und der Gesundheitsbereich herauskristallisiert, geht am Freitag aus einer T-Systems-Presseinformation hervor. In der Gesundheitssparte zeichnet das in Wien angesiedelte internationale Kompetenzzentrum Health für "das Thema e-Health" im gesamten T-Systems-Konzern verantwortlich: Der Bereich verfügt demnach weltweit bereits über 240 lizenzierte Standorte für das in SAP integrierte Krankenhausinformationssystem i.s.h.med. Nach Wien, Oberösterreich, Tirol, dem Burgenland und der Steiermark läuft derzeit ein Projekt zur Vernetzung aller Landeskrankenhäuser und niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich.

Der in der T-Systems DSS zusammengefasste Hardware-Bereich habe sich im Vorjahr als einziges Geschäftssegment rückläufig entwickelt. Wie berichtet wurde die DSS mit Anfang 2005 vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung an die an der Wiener Börse notierte S&T verkauft. (APA)