Wien - Die von der Regierung im Rahmen des Asylgesetzes geplante stärkere Bekämpfung von Scheinehen soll für einen österreichischen Staatsbürger, der gegen Entgelt eine solche Verbindung mit einem Ausländer eingeht, einen Haftrahmen von bis zu einem Jahr vorsehen. Wie das "profil" berichtet, komme ein Österreicher, der eine Scheinehe unentgeltlich eingeht, mit einer Geldstrafe davon.

Bisher konnte der Inländer wegen eines solchen Vergehens nicht bestraft werden. Wer tätige Reue in Form einer Selbstanzeige übt, soll auch künftig straffrei bleiben.

Der Strafrahmen für die gewerbsmäßige Vermittlung von Scheinehen soll, wie "profil" berichtet, von bis zu einem auf bis zu drei Jahre Haft hinaufgesetzt werden. Aber auch wer nur einmal ein Vermittlungshonorar kassiert, soll künftig belangt werden können.

Der ausländische Ehepartner solcher Verbindungen bleibt wie bisher mit der Ausweisung bedroht. Im abgelaufenen Jahr wurden laut Auskunft des Innenministeriums rund 200 Personen wegen eingegangener Scheinehe des Landes verwiesen. (APA)